Baumer hhs GmbH

Verpackungs-Rundschau Januar 2008

Let's stick together

Baumer hhs ist Spezialist für Leimauftrags- und Qualitätssicherungssysteme

Angefangen hat es 1986 in der Garage des Firmengründers Hans-Henning Sasse, der mit dem Patent für ein Sprühventil den Grundstein für die Entwicklung hochwertiger Leimauftragssysteme legte. Heute beschäftigt Baumer hhs 150 Mitarbeiter und gilt als Spezialist für integrierte vollautomatische Komplettlösungen beim Kleben und bei der Qualitätsüberwachung.

Eine der jüngsten Entwicklungen des Krefelder Unternehmens ist ein neues Heißleim-Auftragssystem für die Endverpackung. "Xmelt" sorgt für das zuverlässige und effiziente Verkleben von rieseldichten Verpackungen, Originalitäts- und Transportsicherungen, Etiketten und Kartonverschlüssen. Zu dem innovativen System gehören neben dem Schmelzgerät beheizbare Heißleim-Schläuche und -Ventile. Durch seinen modularen Aufbau passt es sich speziellen Kundenwünschen optimal an und sieht obendrein auch noch gut aus. "Bei der Xmelt-Serie haben wir erstmals ein Designerteam beschäftigt", sagt Geschäftsführer Detlef Engling. "Wir möchten unsere Kunden begeistern und wollen dies auch über die Optik unserer Produkte ausdrücken." Schon seit einigen Jahren legt das Unternehmen immer mehr Wert auf ein ansprechendes Design aller Bauteile - vom kleinsten Ventil über verschiedene Maschinenteile bis hin zu den Geräte-Gehäusen. "Unsere Kunden nehmen das Design sehr positiv wahr und es kostet nicht extra", so Engling. Die neue Xmelt-Generation erinnert dann auch eher an moderne Drucker als an Schmelzgeräte für Kleber. Auch alle Metallteile wurden optisch aufgepeppt: Gebrochene Kanten, mattierte Oberflächen - so sehen selbst Pumpen einfach edel aus.

Auftanken ohne Verrenkung
Bis zu acht Heißleim-Schläuche können an ein Xmelt-Schmelzgerät angeschlossen werden. Die beheizten Schläuche transportieren den flüssigen Schmelzklebstoff unter Druck perfekt temperiert und überwacht zum Auftragskopf. Die Ventilauswahl ist groß und reicht vom Auftragskopf mit feinem Punkt- und Strichauftrag über Flächen- und Mehrfachköpfe bis hin zu Ventilen, die einen fein verwirbelten Spiramelt-Auftrag erzeugen. "Wir können als einziger Anbieter genau vorhersagen, wie lange ein Ventil arbeiten kann, bevor es ausgetauscht werden muss", erläutert Verkaufsleiter Jürgen Vahlsing. Der Austausch der Verschleißteile ist dabei sehr einfach und kann vom Bedienpersonal vor Ort vorgenommen werden.

Das Schmelzgerät selber ist sehr flexibel einsetzbar und kann optional erweitert werden. Kunden müssen sich daher beim Kauf noch keine Gedanken über künftige Anforderungen machen, denn hinsichtlich der Tankgröße, der Schlauchanschlüsse, der Elektronik oder der Kommunikation "wächst" das System mit. So können etwa Tanks mit 4 kg, 8 kg oder 12 kg Fassungsvermögen in ein und dasselbe Schmelzgerät eingebaut werden. Das Auftanken ist ohne Verrenkungen möglich, denn der Tankdeckelanschlag kann nach Bedarf umgesetzt werden und lässt sich ganz nach Platzbedarf von vorn, von hinten oder von der Seite öffnen.
Und auch die Bedieneinheit ist flexibel aufgebaut: Je nach Einsatzort kann sie gedreht, geschwenkt, abgenommen oder durch einen Computer ergänzt werden. "So flexibel ist kein anderes Gerät", sagt Vahlsing. Das Xmelt-Schmelzgerät ist zudem kleiner als der bisherige Industriestandard und passt so an jeden Stellplatz.

Sparen mit jedem Karton
Der Xmelt-Mehrzonentank sorgt für schonendes Aufschmelzen des Klebstoffs (am Tankboden erreicht der Heißleim optimale Verarbeitungstemperatur, während er oben nicht aufschmilzt) und spart durch eine Spezialisolierung kräftig Energie ein. "In der Aufheizphase sind es rund 30 Prozent, während der Produktion sogar 55 Prozent gegenüber einem herkömmlichen Gerät", sagt Jürgen Vahlsing. Steigende Leimpreise lassen zudem die Forderung nach sparsamen Auftragssystemen immer lauter werden. "Wir sind in dieser Hinsicht gut gerüstet, denn unsere Systeme sind schon jetzt auf äußerst sparsamen Leimverbrauch ausgelegt", sagt Geschäftsführer Engling. So wird beim Punktauftrag bis zu 50 Prozent weniger Klebstoff verbraucht. "Wir schaffen mit unseren Standardsystemen ein absolut punktgenaues Kleben, das in vielen Fällen den Strichauftrag überflüssig macht", fügt Jürgen Vahlsing hinzu.

Von modernen Auftragssystemen wird erwartet, dass sie sich an immer schnellere Maschinengeschwindigkeiten anpassen. "Auch das stellt für unsere Produkte kein Problem dar, denn den High End-Bereich kennen wir bereits aus der Zigarettenherstellung", so Engling. Aber künftig werde auch die Bedeutung von Schnittstellen immer wichtiger. "Die Aggregate müssen mit der Muttermaschine kommunizieren können und nicht nur Befehle ausführen. Wir haben bereits eine starke Elektronik, die vieles kann, was heute noch gar nicht genutzt wird. Daher ist es mit unseren Produkten nicht schwer, gestiegenen Anforderungen nachzukommen", so der Geschäftsführer.

Wichtig sind den Krefelder Leimauftrags-Experten auch lesbare Bedienungsanleitungen. Alle Meldungen auf dem Bediendisplay des Xmelt-Gerätes erscheinen im Klartext und in der jeweiligen Landessprache. Damit entfallen zeitraubende und fehlerhafte Übersetzungen von Codes. Und da das Kleben meist am Ende eines Produktionsprozesses steht, überwachen Systeme von Baumer hhs andere Kriterien gleich mit: Module wie Codelesung, Leimüberwachung, Protokollierung und der Auswurf fehlerhafter Produkte garantieren somit eine fehlerfreie Produktion.


Baumer hhs
Das Unternehmen war eines der ersten, die mit Düsentechnik gearbeitet haben. Heute gehören Kalt- und Heißleimprodukte, Steuergeräte und Geräte zur Überwachung zum Portfolio von Baumer hhs. Die Kunden kommen aus unterschiedlichen Industriezweigen wie Druck, Verpackung und Holzverarbeitung. Produziert werden Anwendungen für Faltschachteln, Druckweiterverarbeitung, Druckmaschinen, Inliner/Wellpappe, Holzverarbeitung, Zigarettenverpackung sowie Endverpackung. 2005 brachte das Unternehmen das patentierte, elektro-pneumatische Heißleimventil HP-500 heraus - bis heute das erste und einzige Auftragsventil mit integriertem Magnetventil auf dem Markt.
Seit sechs Jahren gehört Baumer hhs zur Schweizer Baumer Group, die in Fabrik- und Prozessautomation tätig ist. Seit 2007 treten alle Unternehmen der Gruppe weitweit einheitlich unter dem Branding Baumer auf, daher wurde die alte Firmenbezeichnung hhs Leimauftrags-Systeme GmbH in Baumer hhs umbenannt.
Jedes Jahr liefert Baumer hhs einige 1000 Systeme aus. Neben der Firmenzentrale in Krefeld unterhält das Unternehmen eine weitere Produktionsstätte in Berlin, acht Vertriebsbüros in ganz Deutschland sowie ein internationales Vertriebs- und Servicenetz.

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