Baumer hhs GmbH

Bindereport Mai 2008

Heiß oder kalt beleimen mit eingebauter Sicherheit

Zur Drupa zeigt Baumer hhs neues Überwachungssystem Xtend² und Heißleimsensoren

ENGLISH SUMMARY:

Hot melt or cold gluing with built-in quality
Baumer hhs show their new quality assurance system Xtend² and Hotmelt Sensors. Hall 13 B49.

Baumer hhs introduces new Xtend² range. The system of devices consists of functional modules, that can be combined according to customers needs. Functions such as Code reading, length control or application and verification of glue are combined in a system and can be operated from a large, central touch screen. New at drupa is a sensor, that can detect even smallest dots of hotmelt. Now also manufacturers processing hot-melt get close to the desired dispatch of products with 100% quality.
As manufacturer of complete systems from glue delivery to application guns and interconnectable controllers Baumer hhs GmbH is for more than 20 years home to cold glue as well as hotmelt technology. In print finishing their systems are used on folding machines of diverse manufacturers, and can operate autarkic from the machine. Parallel to controllers for glue application Baumer hhs GmbH has developed a range of quality monitoring devices. The Xtend² devices check on each product that runs through the folding machine, whether glue position and amount are inside the given tolerance. In case of erroneous products it stops the feeder, marks the product or ejects it.
Baumer hhs show their product range at Drupa in Hall 13 B49
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Auf der Drupa 2008 stellt Baumer hhs das neue Xtend² Gerätesystem vor. Es besteht aus speziellen Funktionsmodulen, die applikationsbezogen zusammen gestellt werden. Unterschiedliche Funktionen wie Codelesung, Längenkontrolle oder Auftrag und Vermessung einer Beleimung werden in einem System vereint und über einen abermals vergrößerten zentralen Touchscreen bedient.

Als Hersteller kompletter Systeme von der Klebstoff-Förderung über Auftragsventile bis hin zu vernetzbaren Programmiergeräten ist die Baumer hhs GmbH sowohl in der Kaltleim- als auch in der Heißleim-Technik seit mehr als 20 Jahren zuhause. In der Druckweiterverarbeitung kommen die Systeme auf Falzmaschinen aller Hersteller zum Einsatz, können dabei aber völlig autark von der Maschine arbeiten. Parallel zur Steuerungstechnik für den Klebstoff-Auftrag hat die Baumer hhs GmbH zudem Systeme zur Qualitätssicherung entwickelt. Diese modularen Geräte umfassen abgestimmte Komponenten von der Sensorik über Touchscreen Bedienung bis zur statistischen Auswertung.

Groß geworden ist Baumer hhs in den letzten 20 Jahren mit Leimauftrag, der auch im neuen Xtend² System Bestandteil ist. Die Leimsteuerung kontrolliert wegabhängig meist 16 Strich- oder Punkt-Leimauftragsventile von Baumer hhs. Aber auch ein vielfaches ist möglich. Jedes Ventil kann ein beliebiges Leimmuster auf einem bis zu 4 Meter langen Zuschnitt auftragen. Neben Klebstoffen lassen sich auch Falzhilfsmittel so verarbeiten.

Ein genereller Vorteil der Baumer hhs Düsenbeleimung ist, dass der Klebstoff kontaktlos aufgetragen wird. Es gibt keine Teile, die die Bogenführung behindern. Durch Ausstechen der Walzen und Falztaschen an den Leimstellen oder Einsatz eines segmentierten Walzenstuhls, wird der Falzwalzenstuhl nicht verschmutzt. Im Vergleich zur häufig verwendeten Klebstofflinie bringt der Punktauftrag Vorteile. Nach dem Verpressen ergibt sich daraus eine durchgehende Linie. Trotz wesentlich geringeren Leimverbrauchs erreicht das Produkt die gleiche Stabilität wie bei Linienauftrag. Durch geschlossene Baumer hhs Systeme und Ventile mit Düsenverschluss kann kein Klebstoff eintrocknen. Aufwändiges Entfernen des eingetrockneten Klebstoffs entfällt. Auch ist das Leimsystem nicht mehr der "Flaschenhals" bei der Produktion auf der Falzmaschine. Baumer hhs Systeme arbeiten kontaktlos und in anderen Industrien mit Geschwindigkeiten oberhalb 600m/min. Von daher ist das Klebstoffauftragssystem längst nicht mehr der limitierende Faktor.

Im folgenden werden einige der vielfältigen Einsatzmöglichkeiten vorgestellt:

Pick & Place / Karten-Aufspenden
Der Clou eines Mailings ist, potenzielle Kunden neugierig zu machen. Nur wer das Mailing öffnet, nimmt die Botschaft mit. Ein Mailing mit fühlbarem Inhalt wandert sicher nicht sofort in den Papierkorb. Hierzu klebt man vorgefertigte Produkte in das Mailing. Pick & Place Aggregate werden zum Aufspenden von 3-Dimensionalen Gegenständen verwendet (z.B. CDs, Shampoo Probepackungen, usw.). Kartenaufspende-Aggregate werden nur für das Aufspenden von 2-Dimensionalen Gegenständen verwendet (z.B. Postkarten). Diese Aggregate arbeiten normalerweise auf Transportstrecken und verschließen das Produkt nach dem Aufspenden mit einer Pflugfalzeinrichtung. Bei diesen Anwendungen bevorzugen die meisten Kunden das HP-500 Heißleim-Ventil in Verbindung mit abschälbarem Schmelzklebstoff (Fugitiv-Klebstoff). So kann der Endverbraucher das aufgespendete Produkt ohne Faserausriss vom Trägerpapier lösen.

Randbeleimung
Zwei Auftragsventile erlauben im Einfachnutzen, Foto- oder Einstecktaschen, einfache randverklebte Mailer und ähnliches zu produzieren. Die Falzmaschine wird dafür in der Regel mit Segmentwalzen ausgerüstet, bei denen die benötigten Nuten in den Falzwalzen durch verschiebbare Ringe realisiert werden können. Diese Segmente sind entsprechend den Auftragsventilen axial einzustellen. Um ein Öffnen des gefalzten Bogens im Sammelhefter zu vermeiden, kann eine sehr feine Punktreihe am Rand (im Beschnitt) aufgebracht werden, die am fertigen, beschnittenen Produkt nicht mehr sichtbar ist.

Aufbrechen verhindern
Das "Waterscoring", "Softening" oder auch "Wasser-Rillung" genannte Verfahren wird verwendet, um die bei Mehrfachfalzungen entstehenden Rückstellkräfte im Produktrücken zu minimieren und einen aufbrechenden Rücken im Falzwerk zu verhindern. Das Falzhilfsmittel wird kontaktlos über spezielle Baumer hhs Auftragsventile intermittierend auf das Papier aufgetragen: In extrem schmalen Spuren fein dosiert, damit auch wirklich nur der Falz befeuchtet ist. Dieses Verfahren kommt insbesondere im Pharmaziebereich aber auch beim Landkartenfalzen zum Einsatz. Beipackzettel, die bei einzelnen Arzneimitteln Romanlänge annehmen, liegen so flacher und sind dadurch in der weiteren Verarbeitung leichter in die Arzneimittel-Verpackung einzuspenden.

Leim-Überwachung
Das Gerät prüft auf jedem durch die Falzmaschine laufenden Produkt, ob Klebstoffposition und -menge in dem vom Maschinenführer vorgegebenen Toleranzbereich liegen. Sollte ein Produkt fehlerhaft sein, kann wahlweise der Anleger gestoppt, das Produkt markiert oder ausgeschleust werden.
Eine Vielfalt von Sensoren für Kaltleim aus dem Hause Baumer hhs setzt dabei auf optische Verfahren oder Mikrowelle. Auf der Drupa neu vorgestellt wird ein Sensor, der Heißleim selbst in kleinsten Punkten erkennt. Er arbeitet für die Erkennung von Schmelzklebstoff zusätzlich nach einem thermischen Verfahren. Damit erkennt der HLT-300 flächigen Auftrag von Schmelzklebstoff genau so gut wie unterbrochene Linien oder kleinste Punkte. Speziell mit der Erkennung kleinster Punkte waren alle am Markt verfügbaren Sensoren bisher überfordert, da thermische Verfahren und die geringe Fläche speziell beim Punktauftrag sich gegenseitig auszuschließen schienen. Durch rein digitale Signale macht sich das Ergebnis nahezu frei von üblichen Einschränkungen aus Produktgeschwindigkeit, Punktfolge und Einflüssen in der rauen Industrieumgebung. Damit kommt man der Auslieferung von Produkten mit 100%iger Qualität auch im Hotmelt-Bereich einen Schritt näher.

Code-Überwachung
Die Baumer hhs Codeleser sind in der Lage, Farb-, Kontrast- und EAN-Codes, sowie 2-D Matrix Codes zu überwachen. Die Geräte vergleichen Parameter der einzelnen Codes wie Balkenbreite, Balkenabstand, Farbe und Lage des Codes mit einem programmierten Muster. Dies ermöglicht eine exakte Produkt-Identifikation und die Kontrolle von Qualitätsmerkmalen. Liegt das Ergebnis der Bewertung nicht in der vom Anwender vorgegebenen Toleranz, leitet auch der Codeleser das Ergebnis an den Auswerfer weiter.

Die Auswerfer Funktion verfolgt den Lauf aller Einzelprodukte in der Falzmaschine markiert oder schleust fehlerhafte Produkte aus. Das Qualitätssicherungssystem arbeitet nach dem Fail-Safe-Prinzip. Jedes Produkt gilt als fehlerhaft, bis das System alle überwachten Merkmale als fehlerfrei erkannt hat. Das Tracking Modul speichert die Information, bis das Produkt den Auswerfer erreicht. Nur das fehlerhafte Produkt wird ausgeworfen, während alle anderen in den Verkauf gehen können. Bei Folgefehlern oder bei Geräteausfällen kann das Modul den Einleger oder die ganze Falzmaschine stoppen. So wird verhindert, dass unnötige viele fehlerhafte Produkte produziert werden und der Ausschuss wird minimiert.

Der Endkunde profitiert. Egal ob er Einzelkomponenten oder das modulare System einsetzt. Die Produktion wird durch den Einsatz von Baumer hhs Komponenten der neuen Xtend²-Serie flexibler, sicherer und bleibt ausbaufähig. Baumer hhs stellt seine Produkte auf der Drupa in Halle 13 B49 vor.

www.baumerhhs.com.

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