Heiß oder kalt beleimen mit eingebauter Sicherheit
Zur Drupa zeigt Baumer hhs neues Überwachungssystem Xtend² und Heißleimsensoren
ENGLISH SUMMARY:
Hot melt or cold gluing with built-in quality
Baumer
hhs show their new quality assurance system Xtend² and Hotmelt Sensors. Hall
13 B49.
Baumer hhs introduces new Xtend² range. The system
of devices consists of functional modules, that can be combined according to customers
needs. Functions such as Code reading, length control or application and verification
of glue are combined in a system and can be operated from a large, central touch
screen. New at drupa is a sensor, that can detect even smallest dots of hotmelt.
Now also manufacturers processing hot-melt get close to the desired dispatch of
products with 100% quality.
As manufacturer of complete systems from glue delivery
to application guns and interconnectable controllers Baumer hhs GmbH is for more
than 20 years home to cold glue as well as hotmelt technology. In print finishing
their systems are used on folding machines of diverse manufacturers, and can operate
autarkic from the machine. Parallel to controllers for glue application Baumer
hhs GmbH has developed a range of quality monitoring devices. The Xtend²
devices check on each product that runs through the folding machine, whether glue
position and amount are inside the given tolerance. In case of erroneous products
it stops the feeder, marks the product or ejects it.
Baumer hhs show their
product range at Drupa in Hall 13 B49.
Auf der Drupa 2008 stellt Baumer hhs das neue Xtend² Gerätesystem vor. Es besteht aus speziellen Funktionsmodulen, die applikationsbezogen zusammen gestellt werden. Unterschiedliche Funktionen wie Codelesung, Längenkontrolle oder Auftrag und Vermessung einer Beleimung werden in einem System vereint und über einen abermals vergrößerten zentralen Touchscreen bedient.
Als Hersteller kompletter Systeme von der Klebstoff-Förderung über Auftragsventile bis hin zu vernetzbaren Programmiergeräten ist die Baumer hhs GmbH sowohl in der Kaltleim- als auch in der Heißleim-Technik seit mehr als 20 Jahren zuhause. In der Druckweiterverarbeitung kommen die Systeme auf Falzmaschinen aller Hersteller zum Einsatz, können dabei aber völlig autark von der Maschine arbeiten. Parallel zur Steuerungstechnik für den Klebstoff-Auftrag hat die Baumer hhs GmbH zudem Systeme zur Qualitätssicherung entwickelt. Diese modularen Geräte umfassen abgestimmte Komponenten von der Sensorik über Touchscreen Bedienung bis zur statistischen Auswertung.
Groß geworden ist Baumer hhs in den letzten 20 Jahren mit Leimauftrag, der auch im neuen Xtend² System Bestandteil ist. Die Leimsteuerung kontrolliert wegabhängig meist 16 Strich- oder Punkt-Leimauftragsventile von Baumer hhs. Aber auch ein vielfaches ist möglich. Jedes Ventil kann ein beliebiges Leimmuster auf einem bis zu 4 Meter langen Zuschnitt auftragen. Neben Klebstoffen lassen sich auch Falzhilfsmittel so verarbeiten.
Ein genereller Vorteil der Baumer hhs Düsenbeleimung ist, dass der Klebstoff kontaktlos aufgetragen wird. Es gibt keine Teile, die die Bogenführung behindern. Durch Ausstechen der Walzen und Falztaschen an den Leimstellen oder Einsatz eines segmentierten Walzenstuhls, wird der Falzwalzenstuhl nicht verschmutzt. Im Vergleich zur häufig verwendeten Klebstofflinie bringt der Punktauftrag Vorteile. Nach dem Verpressen ergibt sich daraus eine durchgehende Linie. Trotz wesentlich geringeren Leimverbrauchs erreicht das Produkt die gleiche Stabilität wie bei Linienauftrag. Durch geschlossene Baumer hhs Systeme und Ventile mit Düsenverschluss kann kein Klebstoff eintrocknen. Aufwändiges Entfernen des eingetrockneten Klebstoffs entfällt. Auch ist das Leimsystem nicht mehr der "Flaschenhals" bei der Produktion auf der Falzmaschine. Baumer hhs Systeme arbeiten kontaktlos und in anderen Industrien mit Geschwindigkeiten oberhalb 600m/min. Von daher ist das Klebstoffauftragssystem längst nicht mehr der limitierende Faktor.
Im folgenden werden einige der vielfältigen Einsatzmöglichkeiten vorgestellt:
Pick
& Place / Karten-Aufspenden
Der Clou eines Mailings ist, potenzielle Kunden
neugierig zu machen. Nur wer das Mailing öffnet, nimmt die Botschaft mit.
Ein Mailing mit fühlbarem Inhalt wandert sicher nicht sofort in den Papierkorb.
Hierzu klebt man vorgefertigte Produkte in das Mailing. Pick & Place Aggregate
werden zum Aufspenden von 3-Dimensionalen Gegenständen verwendet (z.B. CDs,
Shampoo Probepackungen, usw.). Kartenaufspende-Aggregate werden nur für das
Aufspenden von 2-Dimensionalen Gegenständen verwendet (z.B. Postkarten).
Diese Aggregate arbeiten normalerweise auf Transportstrecken und verschließen
das Produkt nach dem Aufspenden mit einer Pflugfalzeinrichtung. Bei diesen Anwendungen
bevorzugen die meisten Kunden das HP-500 Heißleim-Ventil in Verbindung mit
abschälbarem Schmelzklebstoff (Fugitiv-Klebstoff). So kann der Endverbraucher
das aufgespendete Produkt ohne Faserausriss vom Trägerpapier lösen.
Randbeleimung
Zwei
Auftragsventile erlauben im Einfachnutzen, Foto- oder Einstecktaschen, einfache
randverklebte Mailer und ähnliches zu produzieren. Die Falzmaschine wird
dafür in der Regel mit Segmentwalzen ausgerüstet, bei denen die benötigten
Nuten in den Falzwalzen durch verschiebbare Ringe realisiert werden können.
Diese Segmente sind entsprechend den Auftragsventilen axial einzustellen. Um ein
Öffnen des gefalzten Bogens im Sammelhefter zu vermeiden, kann eine sehr
feine Punktreihe am Rand (im Beschnitt) aufgebracht werden, die am fertigen, beschnittenen
Produkt nicht mehr sichtbar ist.
Aufbrechen verhindern
Das "Waterscoring",
"Softening" oder auch "Wasser-Rillung" genannte Verfahren
wird verwendet, um die bei Mehrfachfalzungen entstehenden Rückstellkräfte
im Produktrücken zu minimieren und einen aufbrechenden Rücken im Falzwerk
zu verhindern. Das Falzhilfsmittel wird kontaktlos über spezielle Baumer
hhs Auftragsventile intermittierend auf das Papier aufgetragen: In extrem schmalen
Spuren fein dosiert, damit auch wirklich nur der Falz befeuchtet ist. Dieses Verfahren
kommt insbesondere im Pharmaziebereich aber auch beim Landkartenfalzen zum Einsatz.
Beipackzettel, die bei einzelnen Arzneimitteln Romanlänge annehmen, liegen
so flacher und sind dadurch in der weiteren Verarbeitung leichter in die Arzneimittel-Verpackung
einzuspenden.
Leim-Überwachung
Das Gerät prüft auf jedem
durch die Falzmaschine laufenden Produkt, ob Klebstoffposition und -menge in dem
vom Maschinenführer vorgegebenen Toleranzbereich liegen. Sollte ein Produkt
fehlerhaft sein, kann wahlweise der Anleger gestoppt, das Produkt markiert oder
ausgeschleust werden.
Eine Vielfalt von Sensoren für Kaltleim aus dem
Hause Baumer hhs setzt dabei auf optische Verfahren oder Mikrowelle. Auf der Drupa
neu vorgestellt wird ein Sensor, der Heißleim selbst in kleinsten Punkten
erkennt. Er arbeitet für die Erkennung von Schmelzklebstoff zusätzlich
nach einem thermischen Verfahren. Damit erkennt der HLT-300 flächigen Auftrag
von Schmelzklebstoff genau so gut wie unterbrochene Linien oder kleinste Punkte.
Speziell mit der Erkennung kleinster Punkte waren alle am Markt verfügbaren
Sensoren bisher überfordert, da thermische Verfahren und die geringe Fläche
speziell beim Punktauftrag sich gegenseitig auszuschließen schienen. Durch
rein digitale Signale macht sich das Ergebnis nahezu frei von üblichen Einschränkungen
aus Produktgeschwindigkeit, Punktfolge und Einflüssen in der rauen Industrieumgebung.
Damit kommt man der Auslieferung von Produkten mit 100%iger Qualität auch
im Hotmelt-Bereich einen Schritt näher.
Code-Überwachung
Die
Baumer hhs Codeleser sind in der Lage, Farb-, Kontrast- und EAN-Codes, sowie 2-D
Matrix Codes zu überwachen. Die Geräte vergleichen Parameter der einzelnen
Codes wie Balkenbreite, Balkenabstand, Farbe und Lage des Codes mit einem programmierten
Muster. Dies ermöglicht eine exakte Produkt-Identifikation und die Kontrolle
von Qualitätsmerkmalen. Liegt das Ergebnis der Bewertung nicht in der vom
Anwender vorgegebenen Toleranz, leitet auch der Codeleser das Ergebnis an den
Auswerfer weiter.
Die Auswerfer Funktion verfolgt den Lauf aller Einzelprodukte in der Falzmaschine markiert oder schleust fehlerhafte Produkte aus. Das Qualitätssicherungssystem arbeitet nach dem Fail-Safe-Prinzip. Jedes Produkt gilt als fehlerhaft, bis das System alle überwachten Merkmale als fehlerfrei erkannt hat. Das Tracking Modul speichert die Information, bis das Produkt den Auswerfer erreicht. Nur das fehlerhafte Produkt wird ausgeworfen, während alle anderen in den Verkauf gehen können. Bei Folgefehlern oder bei Geräteausfällen kann das Modul den Einleger oder die ganze Falzmaschine stoppen. So wird verhindert, dass unnötige viele fehlerhafte Produkte produziert werden und der Ausschuss wird minimiert.
Der Endkunde profitiert. Egal ob er Einzelkomponenten oder das
modulare System einsetzt. Die Produktion wird durch den Einsatz von Baumer hhs
Komponenten der neuen Xtend²-Serie flexibler, sicherer und bleibt ausbaufähig.
Baumer hhs stellt seine Produkte auf der Drupa in Halle 13 B49 vor.
www.baumerhhs.com.